„Change happens through movement and movement heals.“ – Joseph H. Pilates

Atmung, Lockerheit, Entspannung, Zentrierung, Bewegungslänge und –weite, Schultergürtelorganisation, Gewichtsverlagerung und Alignment, Bewegungsfluss, Koordination, Konzentration und Kontrolle sind alles Begrifflichkeiten, die original aus der Prinzipienlehre des modernen und klassischen Pilates stammen. Die Motivation Pilates oder auch Yoga zu machen besteht meist darin Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und durch Präzision, Bewegungsqualität und hohe Konzentration den Köper wahrzunehmen, zu kräftigen sowie Ruhe und Entspannung zu finden.

Die Motivation von Leistungssportlern im Ausdauersport ist meist durch die eigene Leistungsentwicklung, das Austesten der persönlichen Leistungsgrenzen und den messbare Erfolge gekennzeichnet. Meinst handelt es sich im Training von Ausdauersportlern um gleichförmige und den Körper einseitig beanspruchende Bewegungen. Vor allem bei Agegroup Athleten/ Amateuren, mit einem üblicherweise sehr eng getakteten Zeitplan, fehlt häufig die Zeit für mentalen und bewegungsqualitativen Ausgleich, den führsorglichen Umgang mit dem eigenen Körper sowie für den Umgang mit der Atmung.

Um die Leistungsfähigkeit langfristig zu entwickeln gibt es jedoch eine Grundvoraussetzung: die Gesundheit. Nur ein gesunder Athlet hat die Möglichkeit sich zu fordern und zu entwickeln. Joseph Pilates weist in seinem Buch „Return to Life through Contrology“ (1945) immer wieder auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Körper, Geist und Seele hin, um gesund zu bleiben und Leistungsfähigkeit zu entwickeln.

Wie Studien bestätigen, haben die Pilates- und die Yoga-Methode nicht nur einen positiven Effekt auf die physische Bewegungsqualität und Verletzungsprävention (Bahr et al., 2015; Lim et al., 2011; Tonai et al., 2016), sondern auch auf die Bewältigung von Stressreaktionen und die Verbesserung des psychischen und emotionalen Wohlbefindens (Lawrence, 2008; Tonai et al., 2016). Gezeigt wurde auch die Verbesserungen der Schlaf- und Lebensqualität (Bullo et al., 2015; Caldwell et al., 2010) sowie eine bessere Achtsamkeit und damit einhergehend verbesserte Selbstwirksamkeit, verringert wahrgenommener Stress und bessere Laune nach regelmäßigem Training (Caldwell et al., 2013; Caldwell et al. 2010).

 

Quellen:

Bahr, R., Thorborg, K., & Ekstrand, J. (2015). Evidence-based hamstring injury prevention is not adopted by the majority of Champions League or Norwegian Premier League football teams: the nordic Hamstring survey. Sports Med (0), 1-7.

Bullo, V., Bergamin, M., Gobbo, S., Sieverdes, J., Zaccaria, M., Neunhaeserer, D., et al. (2015). The effect of Pialtes exercise training on physical fitness and wellbeeing in the elderly: A systematic review for future prescrition. Preventive Medicine (75), 1-11.

Cadwell, K., Harrison, M., Adams, M., Quin, R., & Greeson , J. (2013). PIlates, midfulness and somatic education. Journal of Dance & Somatic Practices , 2 (5), 141.

Caldwell, K., Adams , M., Harrison, M., Quin, R., & Greeson, J. (2010) Developing mindfulness in college students through movement-besed courses: effects on self-regulatory self-efficacy, mood, stress and sleep quality. Journal or American Collge Health , 5 (58), 433-442.

Lawrence, D. (2008). Pilates Method. A&C Black Publishers Ltd .

Lim, E., Poh, R., Low, A., & Wong, P. (2011). Effects of Pilates-Bases Exercises on Pain and Disability in Individuals With Persistent Nonspecific Lower Back Pain: A Systematic Review with Meta-analysis. Journal of Orthopedic & Sports Physical Therapie , 41(2), 70-80.

Pilates, J., & Miller, W. (1945). Return to Life through Contrology. Miami

Tonai, R., Szabo, Z., Köteles, F., & Szabo, A. (2016). Physical and psychological benefits of once-a-week Pilates exercises in young sedentary women: A 10-weel longitudinal study. Physiological & Behavour , 1-16.